In dem Seminar setzen wir uns mit den Grundbegriffen der Erziehungswissenschaft im Zusammenhang mit der Institution Schule auseinander. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage danach, inwiefern die Schule ein Ort der Erziehung, der Sozialisation und/oder der Bildung sei und wie diese je unterschiedlichen Auffassungen das Verständnis dieser Institution bedingen. Die Schule kann als Ort verstanden werden, der auf das politische Leben in der Gesellschaft vorbereitet. Gleichzeitig kann sie als Schonraum zum Schutz vor der Gesellschaft konzipiert werden. Die Lehrpersonen müssen sich also kontinuierlich mit dem Spannungsfeld von politischen und pädagogischen Anforderungen auseinandersetzen. Sie sind Vertreterinnen der Gesellschaft vor der Schülerschaft und gleichzeitig durch die Schüler*innen fortwährend mit der Infragestellung der bestehenden Gesellschaftsordnung konfrontiert. In Auseinandersetzung mit ausgewählten Texten von John Dewey stellen wir uns im Seminar Fragen nach der politischen Dimension und der gesellschaftlichen Funktion des Lehrberufs.