Die von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno verfasste Schrift Dialektik der Aufklärung (1944) gilt als eines der grundlegendsten und einflussreichsten Werke der Frankfurter Schule. Vor dem Eindruck von Liberalismus, Faschismus und Stalinismus untersuchen die Autoren den Vernunftbegriff der Aufklärung und kommen zu dem Ergebnis, dass diese sich dialektisch verhält, d.h. in sich die Keime ihrer Selbstzerstörung enthält: zwar setze die Freiheit einer Gesellschaft das aufklärende Denken voraus, zugleich entstünden mit diesem Denken aber neue Herrschaftsformen, die eben diese Freiheit zunichtemachten. Die Aufklärung – so die Analyse der Schrift – vernichtet sich also selbst. Anhand einer Lektüre dieses Klassikers soll in unserem Seminar ein erster Einblick in die Problemkomplexe der kritischen Theorie ermöglicht und die von Horkheimer und Adorno aufgezeigten Auswege aus der Dialektik der Aufklärung untersucht werden.